Dienstag, 10. Juli 2018

|SOMMER-EINKAUF 2018|



Liebe Leser, 

es haben sich in letzter Zeit einige neue Kleinigkeiten in meinem Schrank angesammelt, die ich euch heute präsentieren möchte. Viel Spaß! :)


Weiße Jeans von ZARA
Ich habe lange nach einer schönen, weißen Jeans gesucht, die nicht allzu lang und nicht durchsichtig ist. Selbst bei Marken wie LEVIS, Tommy Hilfiger und co wurde ich nicht fündig, bis ich eines Tages diese wunderschöne, Jeans mit mittlerem Bund im Online Shop bei ZARA entdeckte. Wie ich es wollte, ist sie am Knöchel nicht vollkommen enganliegend und nicht durchsichtig. Da ich etwas kürzere Beine habe, habe ich sie statt in ''LONG'' in ''REGULAR'' bestellt und sie passt perfekt. Zudem habe ich darauf geachtet, dass sie einen hohen Baumwollanteil hat, da ich der Meinung bin, dass Jeans mit viel Elastan sehr schnell ausleiern. Diese Jeans besteht zu 98% aus Baumwolle und zu 2% aus Elastan und hat lediglich 19,99€ gekostet. 


BIRKENSTOCK Gizeh Sandalen 
Nach langem Überlegen habe ich mich dafür entschieden, mir ein paar Birkenstock's zuzulegen, nachdem ich in den letzten Jahren mit ähnlichen Modellen von anderen Marken rumgelaufen bin. Zwar ist das Tragegefühl sehr ähnlich, jedoch hatte ich, was die Farbauswahl angeht, eine größere Auswahlmöglichkeit und werde aufgrund der besseren Qualität der Schuhe, wahrscheinlich länger einen Nutzen von ihnen haben. Gekostet haben sie bei Görtz 64,95€




 Basic Oberteil von H&M
Bei H&M habe ich unter anderem dieses weiße Basic Oberteil für 9,99€ gekauft. Besonders gerne daran, mag ich seine Passform, welche sehr locker und demnach ideal für warme Sommertage geeignet ist. 








Basic Oberteil von ZARA
Auf dem Bild zwar etwas blass und zerknittert: Ein khakifarbenes T-Shirt mit V-Ausschnitt und verlängertem Rückenteil. Khaki- eine Farbe die, vor allem in Kombination mit weiß, toll aussieht! Bei ZARA für 7,95€












Shopper von LONGCHAMP 
Nach langem Hin und Her habe ich mich, nun vor etwas längerer Zeit bereits, für eine LONGCHAMP Le Pliage Tasche in navy entschieden. Zuvor hatte ich eine günstige Kopie dieser Tasche im Urlaub gekauft, welche bereits nach wenigen Monaten an den Henkeln ausgefranst ist. Aus diesem Grund habe ich den Entschluss gefasst, für mehrere Jahre zu investieren und habe mich für ein dunkelblaues und dementsprechend vielseitig kombinierbares, relativ großes Model entschieden. Gekostet hat die Tasche zwar 85€, doch wenn man bedenkt, dass sie(wie viele sagen) viele Jahre halten wird, dann ist der Kauf dieser Tasche eine gute Investition gewesen- zumal man sie beinahe immer tragen kann. 

Pullover von fishbone
Bei Kleiderkreisel habe ich mein geliebtes, jedoch ungetragenes Spitzenoberteil (ich war wohl einfach zu blass), gegen diesen schönen, grauen Pulli mit angenähten Hemd-Details getauscht. Zwar werde ich ihn im Sommer wohl kaum tragen können, doch ich finde ihn trotzdem sehr schön und wollte ihm die Ehre nicht verwehren, ihn hier zu präsentieren :)




Kurze Hose von H&M
Normalerweise gehe ich mit einer gewissen Vorahnung, manchmal sogar Einkaufsliste, shoppen. Diese süße Hose landete jedoch vollkommen ungeplant an der Kasse. Zum Glück! Ich trage sie unglaublich gerne und finde sie zuckersüß. Ihr einziges Makel: Sie wirkt Falten wie ein Weltmeister. 
Gekostet hat sie 19,99€





Schulterfreies Top von ALDI
Vor wenigen Wochen gab es bei Aldi dieses wunderhübsche, schulterfreie Top mit Rüschen zu kaufen. Selbstverständlich habe ich zugeschlagen! Das Top ist weder durchsichtig, noch schlecht verarbeitet und könnte meiner Meinung nach, genauso gut bei ZARA und co an der Kleiderstange hängen. Gute Arbeit, Aldi! Gekostet hat es um die 6-7€










Rüschen-Oberteil von ALDI
Ebenfalls aus der selben Reihe stammt dieses Top. Auch hier ist die Qualität top und das top super süß. Der Preis lag ebenfalls zwischen 6-7€

















 Schulterfreie Bluse von H&M
Vor einem Jahr habe ich diese Bluse bei H&M anprobiert, jedoch nicht gekauft. Nun habe ich sie (neu) bei Kleiderkreisel, für lediglich 7€, kaufen können und dabei einiges an Geld gespart. Neue Sachen müssen demnach nicht unbedingt im Laden gekauft werden, auch auf Online Plattformen wie Kleiderkreisel etc lassen sich wahre Schätze finden. 





Converse Sneaker
Bereits zum zweiten Mal habe ich mir meine absoluten Lieblingsschuhe nachgekauft. Zwar ist die Pflege, vor allem beim weißen Modell, sehr aufwendig (im Bild habe ich sie bereits mehrere Male getragen), doch besonders die weißen sind meiner Ansicht nach ein absoluter Sommer-Klassiker und Must-Have. Gekostet haben sie 64,95€




Chino-Rock von H&M
Ich liebe Chinohosen. Deshalb musste dieses Jahr ein beiger Chino-Rock her. Beige, schlicht, einfach zu kombinieren- perfekt für den Sommer. Dieser hier ist nicht aktuell bei H&M verfügbar- ich habe ich bei Kleiderkreisel ergattert. 














Armbanduhr von Fossil
Und zu guter letzt meine neue Uhr von Fossil. Lange Zeit habe ich nach einer silbernen, etwas massiveren Uhr gesucht, die möglichst wenig Schnickschnack hat. Bei Fossil wurde ich für knapp 65€ fündig. 











Das war's von mir! Ich wünsche allen noch schöne Ferien und einen wundervollen Tag. 
Genießt den Sommer!

Julia :)




Sonntag, 24. Juni 2018

|Sommerliche Smoothiebowl |



Liebe Leser, 

heute gibt es ein wenig ''Dschungel-Feeling''. Darf ich vorstellen?


-Zwei wundervolle Smoothiebowls- mit Mango, Erdbeeren, Kokos und Beeren. 

Sehr lecker und sehr erfrischend. Vor allem an warmen Tagen. Ein echter Gaumenschmaus!






      
                                               




Donnerstag, 7. Juni 2018

|Kellnern als Nebenjob- Erfahrungsbericht|



Hallo zusammen!

Nun ist es bereits mehr als ein halbes Jahr her, dass ich in meiner Freizeit als Kellnerin gejobbt habe- die gesammelten Erfahrungen möchte ich heute gerne mit euch teilen, da ich in meinem Freundeskreis in letzter Zeit vermehrt mitbekommen habe, dass viele auf der Suche nach einem Nebenjob sind, sich aber noch nicht ganz sicher sind, was denn das richtige für sie wäre. Es folgen meine Eindrücke vom Arbeitsleben als Kellner, viel Spaß!

Meine ''Kellner-Karriere'' dauerte rund ein halbes Jahr an und begann Ende März 2017. Ursprünglich hatte ich geplant, in einer Bäckerei Brötchen zu verkaufen, doch leider waren alle Stellen belegt. Also entschied ich mich in den Restaurants der Umgebung nachzufragen und wurde nach kurzem Hin und Her fündig. Bisschen Teller abräumen und die Gäste nach ihrer Bestellung fragen- das ist doch wohl ein Kinderspiel, dachte ich. 
An meinem Probetag führte mich eine nette Kellnerin umher und zeigte mir das Restaurant- sie kellnerte nebenberuflich. An diesem Tag war Brunch, was bedeutete, dass ich nichts weiter zu tun hatte, als von Zeit zu Zeit das Buffet aufzufüllen. Als ich dann gefragt wurde, ob ich denn in diesem Restaurant arbeiten wollte, bejahte ich und wir machten Termine für den nächsten Monat aus. Immer Sonntags von 11 bis 17 Uhr. ,,Ah, Sonntags hab ich doch eh nichts zu tun. Wird schon nicht so schlimm werden.'' 
Ich bekam eine kurze Anweisung über die Kleiderordnung, gab mein Gesundheitszeugnis ab und bekam eine kurze Einführung über den Umgang mit Gästen. Dann wurde mir eine Schürze in die Hand gedrückt, ein Block und ein Stift gegeben und los ging's! Zunächst lief ich bei erfahrenen Kellnern mit, doch nach und nach wurde das immer weniger und ich war auf mich allein gestellt- für mich im ersten Moment kein Problem. 

Neben der Speisekarte sollte ich auch über die Nummerierung der Tische einen groben Überblick haben. Während letzteres nach einiger Zeit gut klappte, haperte es mit der Speisekarte. Ich fragte Gäste mehrmals nach ihrer Bestellung, notierte diese manchmal so merkwürdig, dass der Koch mich fragen musste, was denn das bedeuten sollte. Auch war ich nicht die Begabteste, wenn es um das Tragen von Tellern ging und so kam es nicht selten vor, dass ich mit nur einem Teller durch die Gegend eilte- mehr waren mir einfach zu schwer. Ähnlich erging es den Getränken- nur waren diese nicht schwer, sondern drohten bei jedem meiner Schritte von dem Tablett zu fallen, so dass ich dieses mit beiden Händen fest umklammern musste, was- wie man sich unschwer vorstellen kann-nun wirklich nicht sonderlich professional ausgesehen haben muss. Es schien als hätten meine Arbeitskollegen nach und nach die Hoffnung in mich verloren. Während es anfangs noch ,,Das wird schon mit der Zeit!'', hieß, waren es nun bemitleidende, oder genervte Blicke mit einem Hauch von Akzeptanz.
Der Umgang miteinander war ruppig und es wurden oft zynische Witze gemacht, die jedoch nicht persönlich genommen werden durften, wie mir der Koch erzählte. Allgemein merkte ich nach und nach, wie sensibel ich im Verhältnis zu meinen Arbeitskollegen doch war, weil ich über diese Witze nicht lachen konnte und mich in dem Arbeitsklima unwohl fühlte. 

Einmal vergaß ich die Bestellung einer älteren Dame. Dies war mein erster, großer Faux-Pas. Ich erinnere mich noch, wie ich ihre Bestellung notierte- es war ein Düsseldorfer Senfrostschnitzel- und in aller Eile vergaß, diese in den Computer einzugeben, so dass der Koch die Anweisung zum Kochen nicht erhielt. Nach gut mehr als einer halben Stunde, fragte mich eine Kellnerin, ob ich denn eine Bestellung aufgenommen hätte. Ich verneinte, da ich zu sehr mit dem Austragen der Gerichte und Getränke beschäftigt war. Dann nahm ich meinen Notizblock in die Hand und sah die Bestellung. In diesem Moment wusste ich einfach nicht was ich machen sollte, die Dame hatte bereits ein Drama gemacht. Ich beichtete der anderen Kellnerin, dass ich sie vergessen hatte und so bekam die Frau erst nach einer Stunde ihre Bestellung von mir überreicht. Ich entschuldigte mich und bekam noch einiges von ihr zu hören- nachvollziehbar. 

Ein anderes Mal, ist, man könnte sagen mein schlimmster Albtraum, in Erfüllung gegangen. Die Bestellung lautete ''alkoholfreies Weizenbier''. Wie ich dieses Bier hasse! Es ist so groß und einfach unberechenbar. Und da die Fingerabdrücke des Kellners nicht auf dem Glas des Gastes zu sehen sein sollen, musste ich dieses eine Weizenbier auf ein Tablett stellen. Der Gast saß draußen im Biergarten. Man kann es sich schon denken, was gleich kommt. Um in den Biergarten zu gelangen, musste man zwei Treppenstufen überwinden. Ich- die ohnehin keine Begabung was das Tragen von Tabletts besitzt- stellte also das bescheuerte, alkoholfreie Weizenbier auf das Tablett und marschierte Richtung Biergarten. Und nachdem ich die Treppe runtergelaufen war und in die Kurve einbiegen wollte, passierte es: Das Weizenbier fiel vom Tablett und lief mir komplett über die Beine. Zu dieser Zeit saßen nur noch wenige Gäste im Biergarten, doch zum Glück bemerkte nur ein Pärchen mein Missgeschick und lächelte mir mit den Worten ''Hoppala'', aufmunternd zu. Gott sei Dank haben sie mich nicht bemitleidet, denn dann wäre ich wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen. Ich ging also mit dem Tablett, dem leeren, aber nicht zerbrochenen Glas und meiner nassen Hose zurück zur Theke und erklärte dem Barkeeper mit Tränen in den Augen, was mir widerfahren war. Obwohl es mir vorkam, als würden er und ich nicht das beste Verhältnis haben- es können nun mal nicht alle beste Freunde werden- knurrte er nur:,,Na, zumindest war es alkoholfrei'' und ersparte mir somit eine Standpauke. 

Im Vorbeigehen hatte der Koch öfters angemerkt:,,Komm zu mir in die Küche! Da gibt es immer was zu tun und es ist nicht so stressig.'' Ich dachte immer, er würde nur scherzen, doch eines Tages, ich war gerade dabei einen Tisch abzuräumen, kamen er und eine Kellnerin und fragten mich, was ich denn davon halten würde, mein Glück in der Küche auszuprobieren, da ich scheinbar nicht zum Kellnern geboren bin. In diesem Moment war ich überglücklich, dass mir dieses Angebot gemacht worden ist und ging mit dem Koch in die Küche. Meine Aufgabe: Kartoffeln schälen. Neben mir, arbeitete bereits seit mehr als einem drei viertel Jahr ein weiterer Küchenhelfer, sowie eine ältere Frau in der Küche, die für den Abwasch verantwortlich war. Der Küchenhelfer hätte zu Beginn auch nur Kartoffeln und anderes Gemüse geschält und den Abwasch gemacht und würde nun auch selbstständig das Kochen übernehmen, erzählte mir der Koch und ich schwärmte bereits, wie auch ich in einiger Zeit für das Essen im Restaurant verantwortlich sein würde. Doch so weit kam es nicht. Mein größtes Gericht war ein Salat und meine Hauptaufgabe die Spülmaschine. Manchmal schnitt ich Zwiebeln, oder anderes Gemüse klein und wenn mal zu viele Gäste auf zu wenige Kellner da waren, dann sprang ich wieder als Kellnerin ein. Obwohl meine Aufgaben nicht sonderlich spektakulär waren und es in der Küche wirklich eng und stickig war, war ich glücklich einen Nebenjob zu haben. 

Im Spätsommer dann übernahm der Koch das Restaurant und war nun für alle Kosten verantwortlich. Entweder er sagt mir ab, oder ich sage ihm ab. Ich spielte schon lange mit dem Gedanken zu kündigen, da mich das Kellnern bzw mein Aushilfsjob in der Küche zu sehr belasteten. Neben der bereits oben angesprochenen Atmosphäre, die wie mir mitgeteilt wurde, in jedem Restaurant so ruppig sei, schmerzten meine Beine enorm und ich empfand gar keine Freude mehr an meiner Arbeit. Doch der Koch kam mir voraus: Er teilte mir mit es gäbe nicht mehr genügend Arbeit, die ich erledigen könnte und wünschte mir noch alles gute. 

Nichtsdestotrotz denke ich gerne an meine Zeit als Kellnerin zurück und kann über die oben erwähnten Vorfälle bereits guten Gewissens schmunzeln. Ich bin froh, dass ich gekellnert habe. Nun begegne ich jedem Kellner im Restaurant mit wesentlich mehr Respekt, als ich es vorher tat. Die Leute leisten unglaubliche Arbeit und wer hauptberuflich Kellner wird: Hut ab, das ist definitiv nicht für jeden etwas. 



Schlussendlich kann ich nur noch sagen: Probiert es aus, wenn euch die Gelegenheit dazu geboten wird. Ihr werdet zumindest ein paar wertvolle Erfahrungen sammeln, die euch dazu ermutigen werden, sich in der Schule mehr anzustrengen, um den Beruf ausüben zu dürfen, den man auch wirklich ausüben will. 

Liebe Grüße, Julia! 

Donnerstag, 17. Mai 2018

|PANKES ZUM FRÜHSTÜCK| Samstagsfrühstück



Hallo zusammen!

Heute mal wieder eine kleine Foto-Reihe meines Frühstücks. Es gab Pancakes, dazu Obst (Erdbeeren, Banane und Kiwi), Rooibostee und Orangensaft :)








Samstag, 28. April 2018

|Ma semaine à Paris| SCHÜLERAUSTAUSCH



Liebes Zukunfts-Ich, liebe Leser, 
etwa drei Wochen liegt mein Aufenthalt in Frankreich, genauer gesagt in Paris, nun zurück. Um all die Erinnerungen an diese schöne Zeit nicht zu vergessen, möchte ich sie heute mit der Außenwelt teilen. Viel Spaß beim Lesen!


Bevor ich an dem Austausch teilgenommen habe, war ich sage und schreibe bereits einmal in Frankreich gewesen. In Straßburg. Für etwa zwei Stunden, als wir vom Bodensee zurück nach Hause gefahren sind und einen Abstecher gemacht haben. Ich hatte demnach bereits ''viel'' Erfahrung mit der französischen Kultur. 

Meine größte Motivation am Austausch teilzunehmen war, meine Sprache zu verbessern (und nebenbei Paris zu sehen- dort entstehen immer so tolle Bilder!), doch ein ungutes Gefühl bei dem Gedanken an ''Paris'' hatte ich schon. Vor meinem inneren Auge sah ich Schlagzeilen wie ''Charlie Hebdo''-''#prayforparis'' und stellte mir oftmals Fragen, die mit ''was wenn'' begannen. Was wenn ausgerechnet in dieser Woche wieder etwas passieren würde? Ausgerechnet dort, wo unsere Gruppe gerade wäre? Wenn ausgerechnet einer von uns betroffen wäre? Womöglich sogar ich? 
Auch meine Eltern waren sich unsicher, doch meine Lehrerin versicherte, seit den Anschlägen besonders vorsichtig zu sein und Menschenansammlungen zu meiden. Klar, hundertprozentige Sicherheit wird einem nie jemand gewähren können, doch sollte man wirklich das tuen, was die Terroristen mit ihren Anschlägen bezwecken wollen? Nämlich sich zu verstecken und Angst zu haben? Nein. Wir sind freie Menschen, wir sollten vorsichtig sein, doch wir sollten unser Leben nicht von Terroristen bestimmen lassen. Ich meldete mich am Austausch an. 

Etwa zwei Monate vor dem Austausch bekam ich den Steckbrief meiner Austauschschülerin überreicht. Sie hieß Esthel, lebte nur mit ihren Eltern zusammen und hatte viele Haustiere(einen Hund, fünf Katzen und ein Meerschweinchen). Anders als viele meiner Mitschüler, hatte ich das Glück und bereits im Vorfeld Kontakt mit Esthel. Wir schrieben über Instagram. Ich erinnere mich, dass ich während meiner Gemüse-Obst-Diät in der Fastenzeit oft Fotos mit dem  Hashtag ''vegan'' postete. Nach einiger Zeit fragte mich Esthel, ob ich denn wirklich vegan leben würde. Das hätte schließlich Folgen für meinen Aufenthalt in der Gastfamilie- ich könnte dann nicht einfach alles essen und die Gastmutter müsste wahrscheinlich für mich extra kochen. Ich verneinte Esthels Frage und es schien, als würde sie sich darüber freuen. 



Am Montag, den 9. April ging es endlich los. Wir ''Deutschen'' trafen uns am Hauptbahnhof, wo wir aufgrund eines Streiks lange auf unsere Lehrerin warten mussten. Zum Glück hatten wir einen Zeitpuffer, so dass wir noch pünktlich in den Thales steigen konnten. Bereits am Bahnhof dachte ich, dass ich bald über die Zeit in Paris schreiben würde, dass es bald vorbei sei und dass ich schon bald zurückfahren würde. Ich musste die Zeit in Frankreich also genießen! Leider Gottes waren meine Kopfhörer am Tag vor der Abreise kaputt gegangen, weshalb ich während der Fahrt keine Musik hören konnte. Vor lauter Angst total gelangweilt im Zug rumzusitzen, hatte ich mir die Schachnovelle eingepackt und las auf der Hinfahrt beinahe das halbe Buch- was hätte ich sonst tun können? Erstaunlicherweise waren wir bereits nach nur drei Stunden in Paris am Gare du Nord angekommen. Es regnete.


Kaum stiegen wir aus dem Zug, hatte ich das Gefühl, auf bedrohtem Boden zu sein, in einer Kriegsregion. Auf dem Weg zu der Partnerschule, wo unsere Gastfamilien uns abholen sollten, musterte ich die Menschen genau. Der RER streikte und fuhr nur einmal in der Stunde. Dementsprechend voll war er, als er schließlich ankam. Dass Menschen sich allein durch ihre Anwesenheit gegenseitig umbringen können, nämlich wenn viele Menschen auf sehr kleinem Raum zusammen sind, wurde mir erst da richtig bewusst, als ich in den ohnehin schon überfüllten Zug einsteigen sollte. Wenn sich jemand also einsam fühlt, oder einfach nur nach Körperkontakt sehnt, soll er doch bitte während der Rushhour mit der Metro, oder dem RER in Paris fahren. Körperkontakt ist vorprogrammiert, ich garantiere es. 


Völlig durchnässt kamen wir schließlich in der Schule an. Und dort sah ich Esthel zum ersten mal wirklich. Wie als hätte ich die lockeren Unterhaltungen, die wir zuvor über Instagram geführt haben, vergessen, wusste ich zunächst nicht wirklich was ich sagen sollte und brachte ein nervöses ''Bon Jour!'' hervor. Es ist eben etwas komplett anderes miteinander zu schreiben, als miteinander zu reden und sich wirklich zu sehen. Aber ich war froh, keinen Jungen als Austauschpartner zu haben. Das machte mir Mut, immerhin hätte es noch schlimmer kommen können. Ich erinnerte mich zudem an den Polenaustausch, an dem ich einst auch teilgenommen habe. Am Anfang hatte ich auch solche Angst vor der Begegnung mit meiner Austauschschülerin gehabt und dann wurden meine Austauschschülerin und ich gute Freundinnen. Um es kurz zufassen: Meine Angst war völlig unbegründet, doch es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich vor Unbekanntem distanziert und fürchtet. 

Mein Gastvater holte uns ab und stellte sich mir vor. Ich konzentrierte all meine bisher gesammelten französisch Kenntnisse und stellte mich ebenfalls vor. Erstaunlicherweise, klappte das Sprechen während der Fahrt immer besser und ich bekam das Kompliment ich spreche sehr gut Französisch(womöglich wollte man aber nur nett sein). 
Zuhause begegnete ich meiner Gastmutter, die sehr sprachtalentiert zu sein schien, da sie neben Französisch noch fließend Deutsch, Englisch und Spanisch sprach. Ich bekam ein eigenes Zimmer und man zeigte mir anschließend das Haus. Um 19 Uhr dann, nachdem ich bereits meine Sachen ausgepackt, zu Hause angerufen und die Gastgeschenke (ein deutsches Brot, Schokolade und Katzenleckerlis) überreicht habe, saß ich auf meinem Zimmer rum und stellte mir verzweifelt die Frage ''Was mache ich jetzt?''. Esthel hatte viele Hausaufgaben auf und so aß ich vor lauter Langeweile meinen Proviant zu ende und fasste schließlich den Entschluss, bereits um 19 Uhr duschen zu gehen. Vom Abendessen hat niemand gesprochen und es kam mir unhöflich vor zu fragen, wann es denn Abendessen gäbe. Also akzeptierte ich die Tatsache heute ''hungrig'' ins Bett gehen zu müssen. Frisch aus dem Bad und im Pyjama begegnete ich der Gastmutter und wünschte ihr eine ''bon nuit!'' Sie sah mich verdattert an und lachte. Dann erklärte sie mir, dass es doch noch Abendessen geben würde. Und im gleichen Moment hörte ich meine Lehrerin sagen ''(...) und vergesst nicht: Franzosen essen spät und viel(...)'' Ja, eindeutig, sie hatte Recht. 
Es gab eine Art Kartoffelpüree-Hackfleisch-Auflauf, wie ich ihn aus meinem Praktikum im Kindergarten kannte, dazu aßen wir mein Gastgeschenk, das deutsche(!) Brot und zum Nachtisch konnte ich zwischen Obst, Eis und Mus entscheiden. Ich entschied mich für einen Apfelmus. 

Geschlafen hatte ich in der ersten Nacht hervorragend. Mein Bett glich einer kleineren Version eines Ehebettes (ich schätzte seine Breite auf 1,60 Meter) und war sehr bequem. Leider sah der Himmel am Morgen nicht ganz so aus, wie ich ihn mir vorstellte. Er war bewölkt und es nieselte. Dabei sollten wir an diesem Tag doch den Eiffelturm besichtigen! Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, gab es Frühstück. Beim Frühstück fühlte ich mich wie ein richtiger Vielfraß. Während Esthel nur eine Madeleine aß, die sie in ihren Kaffee tunkte und danach scheinbar satt war, aß ich eine Madeleine, einen Schokokeks und zwei Scheiben Briosch, die ich jeweils mit Erdbeer und Kiwi Marmelade beschmierte und mich nebenbei wunderte, weshalb ich nur eine halbe Tasse Kaffee bekommen habe. Aber womöglich ist das eine französische Tradition. 



 


Esthel musste leider in den Unterricht und so fuhr unsere Gruppe aus Deutschland mit unseren beiden Lehrerinnen am Dienstag in Paris Innenstadt zum Eiffelturm. Als wir ein Gruppenbild vor dem Eiffelturm machen wollten, hielt unsere Lehrerin Ausschau nach jemanden, den sie darum bitten könnte ein Foto von uns allen zumachen, der aber nicht gleich mit ihrem Handy davon rennen würde. Sie entschied sich für einen asiatischen Touristen. Asiaten sind doch so reich, denen ist mein Handy schnuppe, musste sie sich gedacht haben. Und tatsächlich, so richtig interessiert war der asiatische Tourist nicht wirklich an ihrem Handy, viel mehr jedoch an uns. Für seine Mitreisenden und ihn schienen wir deutschen Touristen eine Sensation gewesen zusein. Sie sprangen mit ins Foto, machten Selfies mit uns und freuten sich wie Bolle. 
Danach ging es nach zwei Taschenkontrollen rauf auf den Eiffelturm. Und bereits da merkte ich, dass meine panische Angst vor Frankreich und explizit vor Paris zwar nicht unbegründet, aber auf jeden Fall übertrieben war. Meine zweite Erkenntis war: Ich werde nie im Leben Fallschirmspringen! Ich glaube, dass ich während ich den Eiffelturm bestieg, sein Geländer mit meinem Schweiß grundgereinigt und ordentlich poliert habe. Paradoxerweise schwand meine Höhenangst jedoch, je höher wir waren. Möglicherweise lag das jedoch daran, dass wir später mit dem Aufzug gefahren sind und ich somit nicht mehr andauernd hinab sehen konnte.
Die Aussicht war wunderschön und wir hatten das große Glück, dass die Wolken sich aufgelockert und von Zeit zu Zeit ein paar Sonnenstrahlen hindurchgelassen haben.





Danach ging es über eine Brücke über der Seine zu den Champs Elysees. Meine weitere Erkenntnis: Ampeln sind in Paris völlig überflüssig. Ist kein Auto in Sicht, heißt es für Fußgänger: Einfach rüber! Auf der Champs Elysees gab es viele interessante Läden, doch die meisten davon gibt es, wenn auch in kleinerer Ausführung, bei uns in Deutschland, weshalb meine gesamte ''Shoppingausbeute'' lediglich aus zwei Postkarten bestand. 








Für Mittwoch kündigten sich sommerliche Temperaturen an. Wir besuchten das Louvre und mussten darin vier Gemälde finden, vor denen wir mit unseren Gruppen ein Selfie machen sollten. Eines dieser Gemälde war selbstverständlich die Mona Lisa. Naja, ich habe schon schönere Gemälde gesehen, aber nun kann ich zumindest sagen, sie bereits ''live'' gesehen zu haben. Wer ein Kunstliebhaber ist, der wird sich im Louvre wie im Paradies fühlen, für mich führte diese Überzahl an Gemälden jedoch dazu, dass ich die einzelnen Kunstwerke gar nicht wertschätzen, noch bewundern konnte. Das einzige was ich mitnahm, war eine fette Blase am kleinen Zeh- die Gänge dort waren einfach irrsinnig lang. 







Nachdem wir das Louvre besucht hatten, machten wir noch einen kleinen Abstecher zu Ils Saint Louis und besuchten die Notre Dame. In Ils Saint Louis, dem ältesten und ursprünglichen Teil Paris', aßen wir teures Eis (eine Kugel für 3€ (!)) und waren uns einig, dass Ils Saint Louis genauso war, wie wir uns Paris vorstellten: Kleine Cafes, Straßenmusik, Sonnenschein und gut gelaunte Kellner. So machte Frankreich gleich noch viel mehr Spaß! 






Am Donnerstag machten wir endlich zusammen mit unseren Austauschschülern einen Ausflug. Wir besuchten das Schloss von Versailles. Die Zugfahrt dahin dauerte eine Weile und ich humpelte von Tag zu Tag immer mehr, aber das habe ich bereits auf jeder Klassenfahrt getan. Es scheint, als sei dies eine Tradition geworden und Traditionen muss man ja bekanntlich pflegen. 
Der liebe Ludwig war wirklich ein sehr bescheidener König gewesen und wollte diese Bescheidenheit mit seinem Schlößlein und dem dazugehörigen Pärkchen wahrscheinlich zum Ausdruck bringen. Nicht. Um ehrlich zu sein, ich wundere mich nicht, dass das Volk sauer war. 





Am Freitag stand Montmartre, darunter auch der Besuch des Sacre-Coer auf dem Programm. Im Vorfeld erzählte mir meine Nachbarin, dies sei ihr Lieblings Ort in Paris. Mit hoher Erwartung stiegen wir in Montmartre also aus der Metro und das erste was wir sahen, war das Moulin-Rouge und noch viele andere ''interessante'' Gebäude. Am liebsten wäre ich wieder in die Metro gestiegen und wieder zurück gefahren. Wieso sieht es in den Rotlichtvierteln bloß immer so dreckig und schäbig aus?- Ich glaube, diese Frage erklärt sich von selbst. Unsere Lehrerin zeigte uns das Cafe, in dem die ''Amelie'' aus dem Film ''die fabelhafte Welt der Amelie'' gearbeitet hatte. Danach ging es auf zum Sacre-Coer. Eine wunderschöne Basilika, die mich ein wenig an den Taj Machal in Indien erinnerte. 



 


Nach dem Besuch des Sacre-Cour besuchten wir eine kleine, süße, altfranzösische Einkaufsstraße, kauften dort Postkarten und bekamen von unserer Lehrerin Crêpes  gekauft. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach dem Hard-Rock-Cafe, bekamen eine halbe Stunde Zeit dort einzukaufen und gingen dann zur Galarie-Lafayette, wo wir außer ein paar Macarons nichts weiter kauften- denn leider hat noch niemand von uns im Lotto gewonnen. 


Am gleichen Tag bekam ich Besuch. Meine Mitschülerin Luisa zog bei mir, nein eigentlich bei meiner Gastfamilie, ein, da ihre Gastfamilie in Urlaub flog und sie nun eine Unterkunft brauchte. Obwohl sie ein eigenes Zimmer bekommen hätte, beschlossen wir, uns mein Zimmer zu teilen, damit wir uns nicht allzu sehr langweilten und schauten abends ein paar Folgen ''Verstehen Sie Spaß'', da wir, wie sich herausstellte, beide große Fans dieser Sendung waren. 





Den Samstag verbrachten wir mit den Gastfamilien. Am Morgen gingen Esthel, Luisa und ich, zusammen mit Esthels Freundin und ihrer Austauschpartnerin  ins französische Kino und schauten den Film ''Ready player one''. Zwar hat mich der Film nicht wirklich begeistert, da ich kein allzu großer Sciencefiction-Fan bin, aber zumindest habe ich das Meiste verstanden, was mir versicherte, dass meine französisch Kenntnisse gar nicht so schlecht zu sein scheinen, wie ich immer vermutete. Nachdem wir aus dem Kino zurückgekommen und zu Mittag gegessen hatten, fuhren wir mit dem Auto Richtung Innenstadt, da ich unglaublich gerne das Princess-Diana-Memorial sehen wollte und es am Dienstag, als wir beinahe daran vorbeigelaufen sind, einfach vergessen habe. Einen Tag zuvor hatte ich beim Esstisch erwähnt, ich würde es gerne sehen, woraufhin meine Gastmutter mir versprach am Samstag hin zu fahren und mich fragte, ob ich dort denn eine Kerze anzünden wollte. Sie bat mir ebenfalls an, zu ihrer Floristin zu gehen und einen Blumenkranz zu kaufen, was sehr nett von ihr war, doch ich wollte es nicht übertreiben. Esthel, Luisa und ich hatten also jeweils ein Teelicht mit Mango-Duft, das wir am Diana-Memorial, direkt über dem Tunnel, in dem sich zwanzig Jahre zuvor der Unfall ereignet hatte, abstellten. Es war ein komisches Gefühl, als wir durch den Tunnel fuhren (der eher einer Unterführung, statt eines Tunnels glich). Vor zwanzig Jahren ist Diana hier lang gefahren und tödlich verunglückt. 



Am Abend organisierten die Franzosen eine Art Abschiedsfeier. Es gab viel leckeres Essen, leider nicht ausreichend Sitzplätze, doch im Endeffekt kann ich sagen, dass es trotzdem ein schöner Abend gewesen ist. 




Am Sonntag hieß es ''Au revoir!'' sagen. Ich aß zum letzten Mal das süße, typisch französische Frühstück und verabschiedete mich  am Bahnhof schließlich von meiner Gastfamilie und von Esthel. Obwohl die Zeit in Frankreich sehr schön gewesen war, waren wir doch alle froh, endlich nach Hause zu fahren. Denn erst, wenn man fort gewesen ist, lernt man sein zu Hause zu schätzen. 



Merci pour une semaine très belle, Paris!






Mittwoch, 18. April 2018

|Blühende Bäume sind wunderschön! |



Liebe Leser, liebes Zukunfts-Ich! 

Mit ein paar wunderschönen Bildern melde ich mich zurück. Während es vor einem Monat noch geschneit hat, laufen diese Woche alle in Shorts und Sandalen rum und im Radio ist vom ''Hochsommer'' die Rede. Und weil nun endlich der Frühling begonnen hat (oder auch der Sommer?), habe ich die Gelegenheit genutzt und ein paar schöne Aufnahmen von blühenden Bäumen aller Art gemacht. (Diese sind wirklich an jeder Ecke zu finden!)

Viel Spaß!


Ein Kirschbaum:





Eine weiße Magnolie: