Samstag, 9. September 2017

|Neues Schuljahr|


Hallo liebe Leser, hallo Zukunfts-Ich!

Vor kurzem hat das neue Schuljahr begonnen. Für mich hieß das: Viele neue Gesichter, viele neue Eindrücke. Doch zum Glück kamen ein paar meiner alten Mitschüler mit und so hatte ich an meinem ersten Schultag an der neuen Schule nicht allzu große Angst. Wieso auch? Bisher wurde ich von niemandem gebissen, geschweige denn verspeist, es stellte sich sogar heraus, dass alle sehr nett sind. Sowohl die Lehrer, als auch meine neuen Mitschüler. Ich war sehr überrascht, als ich feststellen musste, dass die meisten um einiges jünger sind als ich. Dass liegt wohl daran, dass ich ein Seiteneinsteiger bin. 
Im Moment ist mein Enthusiasmus noch groß, ich freue mich etwas neues lernen zu können und mein Wissen von Tag zu Tag beim Wachsen zu beobachten. Lediglich das frühe Aufstehen nach 8 Wochen Sommerferien bereitet mir noch Probleme und lässt mich morgens daran zweifeln. ,,Brauche ich das wirklich?''-,,Muss das wirklich sein?'' Und dann kommt mein Verstand hinzu und erklärt mir: ,,Kind! Du gehst schon mehr als 10 Jahre zur Schule und hast dich jeden Morgen aus dem Bett gequält! Das alles wäre umsonst gewesen, wenn du es jetzt nicht schaffst aufzustehen! Es ist mehr lange.'' Spätestens dann bin ich auch schon in der Küche und frühstücke. Das Frühstück Zuhause ist mir in diesen 2 Wochen besonders wichtig geworden. Zitat meiner Freundin:,,Wir brauchen keine Diät machen! Hier nehmen wir so oder so ab.'' Gemeint waren damit die kurzen Pausen, welche meiner Meinung nach gerade so ausreichen, um den Raum zu wechseln. Es ist demnach also kein Wunder, dass ich in der ersten Woche beinahe zu jedem Unterricht zu spät kam. 
So gut wie jeden Tag ertappe ich mich dabei, mir vorzustellen welches Fach ich denn jetzt in diesem Moment, auf meiner alten Schule, mit meinem alten Stundenplan hätte- welchen ich bis heute auswendig aufsagen kann. Ich denke an die Lehrer und an die Mitschüler, deren Gesicht ich lediglich kannte und an meine alten Klassenkameraden. Was machen die jetzt wohl? Wie gefällt ihnen ihre neue Schule? Haben sie schon neue Freunde gefunden? Haben sie uns schon vergessen? Unsere alte Gemeinschaft? Das fände ich sehr schade. In meinem Zimmer habe ich neulich neue Fotos an meine Fotowand geklebt und musste dabei feststellen, dass unglaublich viele davon im Zusammenhang mit meiner alten Schule entstanden sind. Karnevalsbilder, Bilder von Klassenfahrten, der Abschlusstag, Klassenfotos. Ich glaube es ist wie bei einer Mutter, die ihr zweites Kind erwartet. Wird sie ihr zweites Kind genauso stark lieben können, wie ihr erstes? - Werde ich meine neue Schule genauso mögen, wie meine alte? Werde ich sie in genauso guter Erinnerung behalten? Diese Frage werde ich mir wohl erst in zwei Jahren beantworten können. 
Genau dann, wenn ich schon die Antwort auf eine andere Frage längst gefunden haben sollte. Was will ich machen? Was will ich werden? Arzt, oder lieber doch Lehrer? Oder keines vom beidem? Eines vom beiden wird es schon sein, denke ich. Hoffentlich, habe ich die Antwort darauf bald gefunden und wenn nicht, dann werde ich Tierpflegerin und werde Koalas pflegen. Kleine, süße Koalas, die ihre Mama verloren haben. Ist das nicht eine tolle Idee? Spaß, beiseite, der Magen ruft! Es wird Zeit für's Frühstück. 

Liebe Grüße, 

Julia

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